Ortung der Bewehrung
mit dem Radarver­fahren und dem magnetischen Wechsel­feld­ver­fahren

Zerstörungsfreie Prüfungen - Bewehrungsortung Bosch

Beispiel einer Bewehrungsortung als vorbereitende Maßnahme für die zerstörungsfreie Spannstahlbruchortung an HP-Schalen einer Schwimmhalle

Zerstörungsfreie Ortung von Spannstahldrähten in HP-Schalen von einer Schwimmhallen-Dachkonstruktion

Zerstö­rungsfreie Bewehrungs­ortung

Die zerstö­rungsfreie Ortung der Bewehrung in Stahlbeton- und Spannbe­ton­bau­teilen spielt vor allem bei statischen Nachrech­nungen bei Bestands­bau­werken und bei geplanten Bohrungen (kein Verletzen der Bewehrungsstäbe oder der Spannglieder) eine große Rolle. Ermittelt werden hierbei die Anzahl und die Lage der Bewehrung sowie die Tiefe der einzelnen Bewehrungsstäbe (Betondeckung).

Die Ermittlung der Betondeckung stellt die am häufigsten gestellte Prüfaufgabe dar. Sie liefert Rückschlüsse für die folgenden Anwendungen:

  • Nachweis der Qualität der Betondeckung beim Neubau
  • Beurteilung der Dauerhaf­tigkeit von Bauteilen (z.B. Tiefgarage)
  • Erfassung des Ist-Zustands bei der Instand­setzung von Bauwerken
  • Kontrolle nach der Instand­setzung

Bewehrungs­or­tungen können sowohl an ein­zel­nen Bereichen (lokal) als auch groß­flächig (z.B. bei Tief­ga­ra­gen) durch­­ge­führt werden.

Einsatz mit dem BDM 1 Gerät zur Ortung von Bewehrung

Bewehrungsortung mit dem BDM 1

Be­weh­rungs­ortung mit dem mag­ne­tischen Wechsel­­feld­­ver­­fahren

Für ober­flä­chen­nahe Be­weh­rung mit einer Tie­fen­lage von bis zu 10 cm kommen Prüf­geräte auf Basis des mag­ne­tischen Wechsel­­feld­­ver­­fahrens (z.B. das BDM 1 der Firma Würth) zum Ein­satz. Für eine gute Inter­pre­ta­tion der Mess­er­­ge­b­nisse sollten bei diesem Ver­fahren die Be­weh­rungs­­stäbe einen Ab­stand unter­einander von min­des­tens dem Doppel­ten ihrer Tie­fen­lage auf­weisen.

Be­weh­rungs­ortung mit dem Ra­dar­­ver­­fah­ren

Bei tie­fer­­lie­­gen­der Be­weh­rung (bis etwa 70 cm) wird vor­rangig das Ra­dar­­ver­­fahren an­ge­wen­det, bei dem die elek­tro­­mag­­ne­tischen Wellen an me­tal­lischen Ob­jek­ten kom­plett ref­lek­tiert werden (To­tal­re­flexion).

Für die zer­stö­rungs­­freie Be­weh­rungs­ortung kommen die folgenden Prüf­ge­rä­te zum Einsatz:

  • Radar­gerät „GPR Live“ der Firma Proceq
  • Magne­tisch induk­tives Mess­gerät „BDM 1“ (Beton­­de­ckungs­­­mess­gerät) der Firma Würth
  • Multi­­de­tek­tor „D-tect 150 SV Pro­fes­sional“ der Firma Bosch
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