Forschung und Entwicklung
Optimierung und Ausbau zerstö­rungs­freier Prüfver­fahren


Magnetspulen des REM 350

Magnetspulen des REM 350

Entwicklung der großen Messeinheit zum REM 350

Die große Messeinheit wurde im Rah­men eines For­schungs­­vor­­ha­bens an der Tech­nisch­en Uni­ver­­­si­tät Ber­lin (TU Ber­lin – In­sti­tut für Bau­in­­ge­­ni­eur­we­sen) un­ter der Lei­tung von Prof. Dr.-Ing. Bernd Hille­mei­er ent­wickelt. Im Jahr 2006 wur­de das Mess­sys­tem mit dem Inno­va­ti­ons­­preis Ber­lin-Bran­den­burg aus­ge­­zeich­net („Ma­gne­tisch­er Ge­sun­d­heits­­nach­weis für Spann­­be­ton­­brü­cken“). Zu die­ser Zeit be­stand das Mess­sys­tem aus einem Groß­ma­g­ne­ten mit einem nach­ge­­führ­ten Ro­ta­ti­ons­­­sen­sor.

Ziel des Forschungs­vor­habens war die Wei­ter­ent­wick­lung des Re­ma­­nenz­­ma­g­ne­tis­mus-Ver­fah­rens (RM-Ver­fah­ren), um Quer­spann­glie­der von Spann­­be­ton­­brü­cken schnell, effi­zient und zer­stö­rungs­frei zu un­ter­­su­chen und somit den Zu­stand der Spann­glie­der hin­sicht­lich der Rest­trag­­fä­hig­keit der Kon­struk­tion ana­ly­­sie­ren zu können.

Brücken­bauwerke weisen sowohl in Längs- als auch in Quer­rich­tung eine Vor­span­nung auf. In der Ver­gang­en­heit sind die Brü­cken­­über­­­bau­ten schlanker aus­ge­führt wor­den, wes­halb in der Fahr­bahn­­plat­te in dich­tem Ab­stand Quer­spann­glie­der an­ge­ord­net wor­den sind.

Neben den Längsspann­gliedern, die die Brü­cken­trä­ger oder die Hohl­kas­ten­ste­ge vor­span­nen, sind vor allem auch die Quer­spann­glie­der im Hin­blick auf die ver­wen­de­te Spann­­stahl­art, auf die star­ke Chlo­ri­d­­be­las­tung durch den Ein­satz von Tau­sal­zen und auf den stei­gen­den Gü­ter­­ver­kehr un­ter be­son­­de­rer Be­ob­ach­tung zu stellen. Die Aus­füh­rung des Ro­ta­ti­ons­­­sen­sors er­wies sich aller­dings für den Bau­stel­len­ein­satz als nicht ro­bust ge­nug, wes­we­gen eine Wei­ter­ent­wick­lung des Magnetsensors zu dem jetzi­gen Li­nien­­sen­­sor­­sys­tem not­wen­dig war.

Die Anforde­rungen an Un­ter­­su­chungs­­­me­tho­den von Quer­spann­glie­dern in Brü­cken­­bau­wer­ken sind die Zer­stö­rungs­­frei­heit, die Schnell­ig­keit, die Mi­ni­­mie­rung der Ver­kehrs­­be­hin­­de­rung und die Wirt­schaft­­lich­keit. Sämt­lich­es wird mit der großen MobiRem-Messeinheit (“REM 350”), bestehend aus dem fahr­ba­ren Elek­tro­­ma­g­ne­ten mit dem nachge­führten Liniens­can­ner­system, er­reicht, wo­durch eine schnelle und aus­sa­­ge­­kräf­ti­ge zer­stö­rungs­­freie Prü­fung der Quer­spann­glie­der in Fahr­bahn­­plat­ten von Brü­cken­­bau­wer­ken er­mög­licht wird.

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Unser Team ist im wissen­schaft­lichen Erkennt­niss­aus­tausch engagiert und forscht intensiv an effizienten Technologien und Methoden der zerstö­rungs­freien Prüfung im Bauwesen

 

Brochure about remanent magneti­zation

 

Infobro­schüre: Magne­tische Streufeld­messung

Wissens­wertes zu den PDF-Downloads

Zu zer­stö­rungs­­freien Prü­fungen(ZfP) im Bau­wesen zäh­len neben gängigen Prüf­ver­­fahren vor allem die ma­gne­tische Streu­­feld­­messung, das Ultra­­schall­­ver­­fahren, das Ra­dar­­ver­­fahren, das ma­gne­tische In­duk­ti­ons­­­ver­­fahren sowie che­misch phy­si­­ka­­lische Ver­fahren zur Festig­keits­­be­­stimmung und Korro­­si­ons­­­de­tek­tion. Für die magnetische Streufeld­messung stellen wir an dieser Stelle eine Infobro­schüre in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Hier lassen sich Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Was ist eine magnetische Streufeld­messung?
  • Warum versagen Spannstähle?
  • Wie funktioniert der physika­lische Effekt und das Messprinzip bei der Spannstahl­bruchortung?
  • Welche Messtechnik kommt bei den Untersu­chungen zum Einsatz?

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(Video ist ohne Ton) Das Remanenz­ma­gne­tismus-Verfahren ermöglicht eine schnelle und effiziente Untersuchung des tatsäch­lichen Zustandes der Spannglieder. Pro Tag kann mit dem REM 350 eine Fläche von bis zu 3.600 m² untersucht werden. Dabei beträgt die Messtiefe bis zu 20 cm.

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